Bitcoin ‚HODLing:‘ Richtiger Weg zur Gewinnmaximierung?

Mit jedem Tag, der vergeht, gewinnt die Hodling-Erzählung für Bitcoin mehr und mehr an Zugkraft im Raum. Die gegenwärtige Stimmung begann gleich nach dem Absturz im März, aber laut den jüngsten Statistiken von Glassnode hat sie in Bezug auf die Anhäufung von Krypto-Assets neue Höhen erreicht.

60 Prozent der gesamten Bitcoin-Lieferung wurde über einen Zeitraum von 12 Monaten nicht bewegt

Laut der beigefügten Tabelle wurden 60 Prozent der gesamten Bitcoin-Lieferung über einen Zeitraum von 12 Monaten nicht bewegt, eine Feststellung, die direkt auf die Tatsache hinweist, dass das Hodeln auf dem Markt immer noch sehr verbreitet ist. Aus der oben genannten Tabelle geht auch hervor, dass das derzeitige Ausmaß der Verdrängung bereits weit vor der Hausse im Jahr 2017 zu verzeichnen war.

Nun, ohne die bullische Erzählung vom Hodling wegzunehmen, kann ein starkes Argument dafür angeführt werden, dass die Anleger möglicherweise nicht das Beste aus der BTC in Bezug auf die Renditen herausholen, während sie naiverweise nur die Vermögenswerte halten.

Kann man BTC-Investoren nur durch Hodling helfen?

Nun, Hodling ist definitiv profitabel. Ohne jeden Zweifel. Bitcoin war in 98 Prozent aller Tage seit seiner Gründung profitabel, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass bestimmte Investoren ihr Vermögen gerne untätig halten würden.

Kurzfristig orientierte Händler könnten jedoch in der Lage sein, das Beste aus Bitcoin herauszuholen, wenn sie ebenfalls ein angemessenes Rebalancing vornehmen würden.

Angesichts der Volatilität von Bitcoin könnte es nicht die beste Lösung sein, die Menge an Bitcoin, die gehalten wird, ständig zu verändern. Die Volatilität von BTC ist jedoch nicht das Hauptproblem, sondern die Verwaltung des eigenen Portfolios.

Als Faustregel gilt, dass die meisten Investoren nur 5 % ihres Portfoliokapitals in Bitcoin investieren. Während der Rallye im Jahr 2017 trug der Kurs von Bitcoin jedoch zur Dominanz des Portfolios bei, wobei die Allokation von 5% auf fast 98% in der Spitze im Dezember 2017 stieg.

Aus der Sicht eines professionellen Händlers möchte kein Investor 98% seines Portfolios in Bitcoin haben. Hier könnte eine systematische Neugewichtung der Anlage einem Anleger helfen, profitabler zu werden.

Wenn z.B. der Preis von Bitcoin um 50 % steigt oder fällt anstatt von HODLing, wäre es für die Anleger sinnvoller, BTC zu verkaufen, wenn ihre Allokation 7,5 % ihres Portfolios erreicht, oder mehr zu kaufen, wenn die Allokation auf 2,5 % in BTC sinkt.

Eine solche systematische Neugewichtung erwies sich nach dem Anstieg der Kryptowährung im Jahr 2017 als gewinnbringend, da die Renditen bis zu 104 Prozent betrugen. Tatsächlich war sie auch mit wesentlich geringeren Risiken in Bezug auf die Volatilität verbunden.

Kann sie auf den gegenwärtigen Markt angewandt werden?

Technisch gesehen, ja. Wenn man bedenkt, dass die Volatilität im Moment unter einem gedämpften Niveau liegt, erscheint nur das Hodeln auf dem gegenwärtigen Markt weniger ideal.

Für Anleger, die ihre zugewiesenen Renditen maximieren und gleichzeitig ein starkes Portfolio beibehalten wollen, kann eine systematische Neugewichtung im Laufe der Zeit eine fruchtbare Erfahrung sein. Die Rebalancing-Funktion ermöglicht es Anlegern und Händlern, auf hohem Niveau zu verkaufen und auf niedrigem Niveau zu kaufen, wobei die Portfolio-Allokation unter Kontrolle gehalten und Verluste in Schach gehalten werden.

Da es nicht mehr 2017 ist, ist ein kalkulierter Ansatz besser als ein „All-in“-Ansatz bei Bitcoin, um auf der freundlicheren Seite der digitalen Marktindustrie zu bleiben.